Jahresrückblick 2025 – Unsere besonderen Tischprojekte

2025 war bei Dreikant ein Jahr, das vor allem eines gezeigt hat: Wie viel Wirkung ein Tisch Unikat entfalten kann, wenn Dimension, Material und Umsetzung außergewöhnlich sind. Einige Projekte haben uns durch ihre Größe gefordert, andere durch die Besonderheit des Holzes – und manche durch die Kombination aus beidem. In diesem Rückblick sammeln wir jene Arbeiten, die uns im vergangenen Jahr besonders in Erinnerung geblieben sind: weil sie technisch spannend waren, logistisch herausfordernd oder einfach, weil am Ende etwas entstanden ist, das man nicht alle Tage sieht.

Steirische Eiche in einem Format, das selten vorkommt

In der zweiten Jahreshälfte erreichte uns Holz, das man nicht „einfach so“ einkauft: Platten aus steirischer Eiche, gewonnen aus einem Baumstamm mit rund 2,5 Metern Durchmesser. Das Aufschneiden dieses gewaltigen Stammes war bereits für sich ein eigenes Kapitel. Eine externe Speziallösung machte es überhaupt erst möglich, den Baum kontrolliert aufzuschneiden. Dafür wurde eigens eine Sägevorrichtung entwickelt, und der Schnitt selbst dauerte rund eine Woche, bis aus dem Rohmaterial nutzbare Platten entstanden.

Mit bis zu 6,70 Metern Länge bringen solche Eichenplatten eine Präsenz mit, die man im Raum sofort spürt: schwer, stabil, mit einer wunderschönen Maserung. Genau diese Mischung macht das Projekt für uns so besonders: Es war kein alltäglicher Einkauf, sondern die bewusste Entscheidung für ein Stück Holz, das selten in dieser Qualität und Größe verfügbar ist – und dass man entsprechend behutsam weiterverarbeitet.

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Esstisch Dreikant Eiche 6,70 Meter

Olivenbaum: Verantwortung, Alter und eine Maserung wie ein Fingerabdruck

Ein weiteres Projekt führte uns zum Olivenbaum – einem Holz, das in mehrfacher Hinsicht speziell ist. Schon der Umgang mit dem Ausgangsmaterial folgt klaren Regeln: Ein Olivenbaum darf erst gefällt werden, wenn ein Sachverständiger bestätigt, dass er keine Früchte mehr tragen wird. Und obwohl Olivenbäume als extrem widerstandsfähig gelten (sie können sogar schwere Umwelteinflüsse überstehen), steht bei der Verarbeitung immer auch ein Respekt vor dem, was da gewachsen ist.

In unserem Fall war das Holz zudem außergewöhnlich alt: Der Baum war ca. 800 Jahre alt. Das sieht man – vor allem in der Maserung. Olivenholz ist nicht „gleichmäßig schön“, sondern lebendig: mit starken Kontrasten, Wirbeln, Flammen und Linien, die wirken, als wären sie gezeichnet. Jede Platte ist ein Unikat, fast wie ein Fingerabdruck. Genau das macht den Reiz aus – und verlangt gleichzeitig ein gutes Auge bei der Auswahl und beim Layout, damit die natürliche Zeichnung nicht zufällig wirkt, sondern bewusst zur Geltung kommt.

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Olive aus einem Baumstamm

Wenn der Tisch größer ist als die Wege dorthin – ein 5-Meter-Projekt für eine Firma

Manchmal ist nicht die Fertigung die größte Herausforderung, sondern der Weg zum finalen Platz. Ein fünf Meter langer Tisch klingt auf dem Papier machbar – bis man ihn bewegen muss. In diesem Fall war von Anfang an klar: Das Stück passt durch keine normale Tür, nicht durchs Stiegenhaus und nicht um enge Ecken. Gleichzeitig war es kein privater Wohnraum, sondern ein Projekt für ein Unternehmen, wo der Tisch als zentrales Element im Raum geplant war.

Die Lösung war entsprechend außergewöhnlich: Der Tisch musste in den vierten Stock – und letztlich über das Dach zum Kunden geliefert werden. Zusätzlich erschwerte das enorme Gewicht die Umsetzung: Die Platte wog mehrere hundert Kilogramm, was jeden Handgriff, jede Sicherung und jede Koordination noch wichtiger machte. Am Ende war es genau diese Kombination aus Format, Gewicht und Zugang, die das Projekt so besonders machte – und die zeigt, dass große Tische nicht nur gebaut, sondern auch „ins Leben gebracht“ werden müssen.

5 Meter Hochtisch

Der 12-Meter-Tisch: ein echtes Ausnahmeformat

Ein Tisch mit zwölf Metern Länge ist nicht einfach „ein bisschen größer“. Er ist in vielerlei Hinsicht ein Ausnahmeformat – selten in der Planung, selten in der Umsetzung und vor allem selten in der Wirkung. Wir haben so einen Tisch für einen Kunden gefertigt, welcher den Tisch im Außenbereich platzierte. Die Umsetzung eines solchen Formats verlangt besondere Überlegungen. Holz reagiert draußen anders als im Innenraum – auf Wetter, Temperatur und Feuchtigkeit. Stabilität, Konstruktion und Oberflächenschutz mussten daher so ausgelegt werden, dass der Tisch langfristig Bestand hat und zugleich seine natürliche Ausstrahlung behält.

Auch der Weg an seinen Platz war außergewöhnlich: Der Transport erfolgte mit einer Lastwagenbrücke, das Positionieren mit mehreren Staplern und einem Stapleranhänger. Erst vor Ort wurde sichtbar, welche Präsenz zwölf Meter Massivholz im Freien entwickeln. Bei dieser Länge geht es nicht nur um Größe, sondern um Proportion und Ruhe – ein Tisch dieser Dimension muss kraftvoll wirken, ohne schwerfällig zu sein, und sich dennoch selbstverständlich in seine Umgebung einfügen.

Platane: die rötliche Färbung als Gestaltungsfrage

Platanenholz wird im Interior-Bereich oft kritisch gesehen, weil es je nach Schnitt und Licht eine rötliche Färbung zeigen kann. Manche Designer meiden es genau deshalb. Für uns war das eher ein Anstoß, nach einer Lösung zu suchen, die das Material in eine andere Richtung lenkt – ohne seinen Charakter zu verlieren.

Die Antwort war Räuchern: Durch diese gezielte Behandlung verändert sich der Farbton deutlich, die rötlichen Anteile treten zurück, und die Oberfläche wirkt insgesamt ruhiger und homogener. So wurde aus einem Holz, das oft „zu speziell“ erscheint, ein sehr elegantes Material mit Tiefe – und ein Esstisch aus Platane, der zeigt, wie viel Einfluss die richtige Bearbeitung auf die Wirkung haben kann.

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Esstisch aus geräuchertem Platanenholz

Tisch für den Podcast von Monika Gruber – und viele Gäste, die daran Platz nehmen werden

Zwischen all den Großformaten war dieses Projekt auf eine andere Weise besonders: ein maßgefertigter Tisch für den Podcast von Monika Gruber. Die Aufgabe war klar – ein Tisch, der nicht nur optisch passt, sondern auch als funktionales Zentrum für Gespräche dient. Und genau das macht ihn so spannend: Er ist nicht nur ein Möbelstück, sondern eine Bühne im kleineren Maßstab.

Das Schönste daran ist der Gedanke, was an diesem Tisch künftig passiert: Gespräche, Diskussionen, Begegnungen – und vor allem viele Gäste, darunter auch bekannte Persönlichkeiten, die dort Platz nehmen werden. Ein Tisch wird dadurch mehr als ein Objekt. Er wird zum Ort, an dem Inhalte entstehen, an dem Menschen sich gegenüber sitzen, und an dem man später vielleicht sagt: „Genau dort wurde diese Episode aufgenommen.“

Monika Gruber während ServusTVs „Die Gruaberin – Vodcast“ in Salzburg, Österreich am 24. April, 2025. // ServusTV / Sebastian Marko

Unser Fazit zu 2025

Wenn wir 2025 zusammenfassen, dann war es ein Jahr mit Projekten, die vor allem durch Dimension und Material herausgestochen sind. Von Eichenplatten aus einem Baumstamm mit 1,75 Metern Breite bis zum 12-Meter-Tisch, von Olivenholz mit ca. 800 Jahren Geschichte bis zur geräucherten Platane als gestalterische Lösung: Jedes Projekt hatte seine eigene Handschrift.

Für uns ist genau diese Vielfalt das Spannende: große Formate, besondere Hölzer, individuelle Anforderungen – und am Ende immer ein Esstisch, der seinen Platz findet und den Raum prägt. Wir nehmen viel Erfahrung aus diesem Jahr mit und freuen uns auf die nächsten Aufgaben, die 2026 bringen wird.

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